Meine traurige Zukunft Teil 2

Ach, da macht man einmal Urlaub vom Filme produzieren, Serien schreiben, Bücher lektorieren und all sowas und dann ladet man in seinem eigenen beschissenen Film.

„Sie putzt diese Fenster wie eine Künstlerin.“, notiere ich halbherzig in meinem Tagebuch und fühle mich wieder von den Dämonen verfolgt, wenn ich nachher im Fernsehen eine eins zu eins Produktion meines Tagesbucheintrags in den Kulturnachrichten sehe. Irgendwer hat ihnen wohl vergessen zu sagen, dass sie nicht nachtragend sein sollen. Als wir beide die Fenster fertig geputzt haben, lädt sie mich ein zum alte Filme gucken mit ihren Freunden. Aus irgendeinem Grund antworte ich: „Ne, ich wollte gleich den Italiener um die Ecke ausprobieren. – Nichts gegen die Essenskünste deines Vaters, aber ich würde gerne mal wieder was ordentliches essen, wenn du verstehst was ich meine.“, nach mehreren Tagen nur Frühstücksbufett hatte er mich schon eingeladen mit am Familientisch zu essen und nochmal in das Gesicht meiner Mutter sehen, muss nicht sein. „Triffst du dich mit jemandem?“, kommt von ihr. „Vielleicht.“, versuche ich witzig zu sein und sitze bald alleine im Café.

Nachher sehe ich eine Folge Gilmore Girls, wo ihr Vater diese Versicherungsbranche gründet und denke mir, hätte es nicht irgendein Film mit Superkräften sein können? Oder irgendwas, wo ich im Lotto gewinne? Stattdessen werde ich wieder in drittklassige Filmproduktionen reingezogen, als könnten alte Geister nicht in Ruhe schlafen, wenn sie nicht ihre Lebensgeschichte nachgespielt bekommen. Mir reichts, ich packe meine Sachen, nachdem mir der Herbergsvater berichtet hat, sie hätten zu wenig zu tun, um mich anzustellen und mir einen Unterhalt zu zahlen, also verschwinde ich weiter in Richtung Süden. Da stolpere ich erschöpft in ein Hotel; beim letzten Blogpost habe ich noch den Namen dieses widerlichen Ladens genannt; und Gott sei Dank haben sie meine Reservierung für 2 Wochen angenommen online. Ich durchstreife Rom und amüsiere mich, schaue mir da und dort alte Häuser an und erinnere mich, als ich mit einigen Kaisern und Sentaoren göttliche Partys feierte und bekomme nach einer Woche wieder dieses Gefühl beobachtet zu werden, in einen schlechten Film hineingestolpert zu sein. Witzig hierbei, obwohl sie das ganze Hostelgedöns frei haben, wollen sie mich jetzt nach einer Woche rauswerfen. Kurzgesagt: Ich habe ihm Neros Feuer an den Hals gewünscht, damit er sein Hostelgedöns auf bessere Beine stellen kann. Wer sich an den letzten Blogbeitrag erinnert, wurde ich auf die Straße gesetzt und durfte mir ein neues Hostel suchen. Kurzum, meidet dieses fiese Hostelgedöns in Rom, damit es pleite geht, der Betreiber schien auch nicht sehr interessiert zu sein diesen Laden weiterhin zu betreiben, besucht aber mal das Herbergending im Osten der BRD und was soll ich sagen, da bekommt man von Amazon für die Arbeit an den Serien überpünktlich seine Bestellungen, für die Arbeit an Musik und Serien und Filme und Bücher extra Konditionen, aber nicht mal gratis Hotelzimmer wie in John Wick stellen sie dir; daran müsst ihr wirklich noch arbeiten, oder müssen wir die Mafia wieder durch die Straßen von Rom schicken? Naja, wenn ich das nächste Mal wieder da bin, möchte ich Erfolge in dieser Hinsicht sehen, ansonsten brenne ich wirklich Rom nieder, wie dieser schöne, gutaussehnde Nero. – Genug Einfluss habe ich ja.

Allgemein

Stefan Schürrer View All →

Autorenseite:

https://de-de.facebook.com/StefanSchuerrer

Kommentar verfassen