Der Rat zum Rad der Geschichte

Ich habe so langsam das Gefühl, dass wir alle Veränderung wollen. Wir wollen diese Gesellschaft ändern und die überholten Witze von Marktwirtschaft, Seifenblasen, Geld, Sklaven und Systemkämpfen endlich fallen lassen und uns neue Witze erzählen; selbst die Gewinner dieser Gesellschaft haben ihre Sorgen und sind nicht glücklich, wie eine Zwangsstörung liegt jeder nachts im Bett und fragt sich, ob am Ende des Monats und was, wenn wir davon nicht genug und was sollen wir machen, wenn – aber unsere Biologie redet uns mit großen Kinderaugen ein, wir sollten so weiter machen, weil Veränderungen schwierig werden können, statt für sie etwas besseres auszuprobieren – wir werden vom Alltag so lange gefickt, bis wir uns nicht mehr erinnern können an diesen Wunsch etwas zu verändern.

Stattdessen hängen wir am Gartenzaun und lästern über die Probleme der Anderen, sind eifersüchtig und kleingeistig – ich würde wirklich gerne mit jedem Einzelnen, der mir sagt, dass ich dies nicht sagen soll da sie sonst dies und das, darüber reden, ob sie wirklich so in dieser Gesellschaft leben wollen? Ob sie nicht wenigstens eine Sache verändern wollen? Und das ich ihnen dabei helfen könnte; aber wenn ich wirklich mit jedem Einzeln reden soll, komme ich in hundert Jahren nicht am Ziel an; deshalb findet ihr mich überall, als Gedanke.

Über tausend Jahre ist dieser Gedanke alt und hat sich durch unsere Gute-Nacht-Geschichten gezogen wie die Luft durch unsere Lungen – und das ist etwas Gutes; denn wir sehnen uns nicht ohne Grund nach einer besseren Gesellschaft! Es liegt uns im Blut! Wir wollen frei sein, frei leben und vielleicht ist dies unsere letzte Chance dies zu erreichen; weil ich es nämlich so langsam leid bin.

Ich habe Kopfschmerzen von euren verschiedenen Perioden, von euren Epochen, von euren Dynastien und Generationen von unfähigen Handwerkern, die mit den falschen Werkzeugen diese Probleme angehen wollen, die sich aus diesem ganzen Schlamassel entwickelt haben. Mit bestimmten Dingen sollten wir einfach kein Geld verdienen. Punkt. Mit Wohnungen, mit Lebensmitteln, mit Krankenhäusern, mit Medikamenten, mit Klamotten und mit Büchern sollten wir kein Geld verdienen dürfen, weil sie lebensnotwendig sind. Und jetzt zeige ich euch einen Zaubertrick: Es klingt vielleicht absurd – weil es so simpel klingt – aber glaubt mir. Alles, was lebensnotwendig ist, sollte frei und für jeden Menschen leicht zugänglich sein!

Was ist daran so schwer zu verstehen? – – Und jetzt noch eine Sache, bevor ich gehe. Wenn wir es nicht schaffen diese Dinge für jeden Menschen frei zugänglich zu machen, haben wir als Gesellschaft versagt, haben wir als Menschen versagt und sollten nicht einmal darüber nachdenken neues Leben in die Welt zu setzen, wenn wir einen schlechteren Planeten für unsere Nachkommen zurücklassen.

Den Fehler der Baby-Boomer sollten wir nicht wiederholen – ja, ich rede mit euch. Ihr habt versagt und was viel schlimmer ist, ihr habt euch zu lange auf diesem Versagen ausgeruht, euch zurück gelehnt und gesagt, dass ist schon okay so.

Und wenn wir es uns gemütlich machen hinter den Schreibtischen und beim Abholen der Kinder vom Kindergarten, machen wir bald genau den gleichen Fehler; denn wir sind die Kinder unserer Eltern – ständig erschöpft und einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt, dass wir abends nur noch im Bett liegen können und uns fragen, ob am Ende des Monats und was, wenn wir davon nicht genug und was sollen wir machen, wenn.

Also ich habe genug von dem ganzen Mist und würde mich freuen, wenn ihr das genauso seht.

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