Like a Hurrican

Haben wir jetzt endlich die Sarcastaball-Phase hinter uns gelassen?

Ich bin es nämlich leid Sarcastaball zu spielen, (if you know what i mean) nur weil mein Umfeld keine Eier in der Hose hat mir zu sagen, wenn ich anscheinend mal wieder was vergessen habe, auch wenn ich offen und ehrlich zugeben muss, dass es mich eben nicht genug interessiert, sonst hätte ich mir euren Scheiß schließlich wohl gemerkt – aber nein, lass uns ruhig beide so tun, als würde ich das Spiel gerade erst zum ersten Mal mit dir spielen, dass ich keinerlei Ahnung habe, dass du, wenn ich meine Karten doch offenlege und zeige, dass mir diese Scharade so langsam gegen den Strich geht, aus dem Zimmer rennst und mit Leuten telefonieren musst, dass ich wohl anscheinend meine Erinnerung wieder gefunden habe wie einer, der die Brille auf der Nase hat und trotzdem fragt, ob jemand seine Brille gesehen hätte.

Haben wir jetzt endlich genug Sarcastaball gespielt? Denn die letzte Folge Patriot Act über Hip Hop hat mein Feuer wohl zum letzten Mal angeheizt, so sehr, dass ich sogar eins meiner kostbaren Notizbücher aus DER Kiste geholt habe, um noch ein letztes Mal in den Blogbattlering zu steigen und politische Themen anzukreiden, die kinda annoying sind, weil sie noch immer stattfinden – es ist fast so, als ob die Machthaber gar nicht daran interessiert wären unser aller Leben besser zu machen, statt dessen ihre Taschen mit Papier und Dreck voller und voller zu machen.

Vielleicht hab ich ja wirklich so langsam eine Demenz entwickelt, weil ich immer wieder über diese Videos lachen kann, oder ich bin das erste Opfer einer groß angelegten Nachrichtenfilterblase, wo man mir nur die Nachrichten/Shows und Medien präsentiert, die die Führung für richtig hält – also noch schlimmer als der gefährliche Artikel 13; witzig an dieser Stelle, auch wenn wahrscheinlich schon TV-Shows und Nachrichtenbeiträge hier drüber kreiert werden, während ich es schreibe, ich habe wirklich darüber nachgedacht, diese Sache nicht auszuformulieren aus Angst die Mächtigen auf eine dumme Idee zu bringen – aber wie heißt das noch so schön?

Ich habe wirklich keine Ahnung, wie es so schön heißt und ob ich das Sprichwort richtig anwende, aber sobald man dem Bösen einen Namen gibt, kann man es bekämpfen – right?

Bestimmt sitzen schon kluge Leute daran Anti-Nachrichtenfilterblasen-Dinge zu entwerfen, um meiner offensichtlichen Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben entgegen zu wirken, um mich schließlich im Kampf für eine menschliche Zukunft wie eine scheiße Energiequelle auszubeuten.

Und für alle, die gerade erst jetzt zur geilsten Truman-Show aller Zeiten eingeschaltet haben sollten, was vielleicht nur noch irgendein armes Schwein im Slum von Trollidistan ist, dass noch nie etwas von Internet gehört hat, kam der letzte Absatz vielleicht etwas überraschend rüber, für alle Anderen ist es wahrscheinlich abzusehen gewesen, dass, wenn ihr einen Jungen sein ganzes Leben lang belügt, missbraucht und hintergeht, dieser Junge die Lust verliert euch über das Auto zu informieren, dass euch sprichwörtlich überfahren wird, weil ihr nicht in beide Richtungen geschaut habt beim Überqueren der Straße.

Und schon wieder ist mir ein Glanzstück gelungen; ich habe mein persönliches, miserables Leben mit dem Schicksal der Weltbevölkerung verbunden und euch gleichzeitig aufgezeigt wie sehr ihr mir am Arsch vorbei geht – danke für eure Aufmerksamkeit; hoffentlich schaltet man euch öfter mal den Strom ab, damit ihr merkt, was für erbärmliche Leben ihr ohne das Internet eigentlich führt und den Machthabern vor die Tür scheißen könnt

Danke und bis zum nächsten Mal.

Tagebuch

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