Late night call

They are talking about you, boy. But you haven’t changed, you are still the same – geht sie in Yoga-Pants die Treppe vor mir hoch, dass Radio dröhnt schon wieder zweideutige Songs in den Raum. Sie liegt so hauteng an, dass ich keine Unterwäsche erkennen kann.

„Hier links.“, zeigt sie auf das Bett im Zimmer und schließt die Tür hinter mir, zieht sich die Schuhe aus und fragt nochmal, ob ich wirklich Lust hätte. „Klar, wenn du es auch noch willst?“, ziehe ich meine Jacke aus und schon packen ihre Hände mein T-Shirt und meinen Gürtel und meine Hose und meinen Rücken; es ist, als hätte sie tausend Hände und alle sind getrieben von ihrer Lust. Sie will mich und ich drücke sie an mich, um ihre Wärme zu spüren und drücke ihr einen Kuss auf die Stirn, nehme ihre Wangen zwischen meine Hände und küsse sie nochmal, diesmal auf ihre roten Lippenstiftlippen.

Sie zieht mich aufs Bett, geht mit ihrer Hand direkt in meinen Schritt und und entledigt sich meiner Unterhose: „Wer ist denn da schon bereit?“, lächelt sie und zwinkert mich an; mir geht das aber irgendwie zu schnell. „Du hast einen schönen Körper.“, nehme ich ihre Hand in meine und drehe sie auf den Rücken, küsse sie nochmal intensiv. Ihre andere Hand wandert wieder nach unten, als hätte sie es eilig. „Na, nicht so schnell – das ist wie Kunst; verstehst du?“ „Ja, ja – klar.“, ist sie gerade aber etwas verwirrt.

„Ich will nicht immer nur schnellen Sex, ich will mich auch mal verwöhnen lassen. Verstehst du?“ „Mein Gott, dass artet hier ja so langsam in einen TED-Talk aus.“, verdreht sie ihre Augen und lehnt sich genervt zurück. „Ach, komm. Ich versuche doch auch immer auf deine Wünsche einzugehen – warum machst du das denn nicht auch mal? Nur weil ich da unten hart bin, heißt das noch lange nicht, dass ich auch schon Lust habe; viel passiert auch im Kopf, weißt du?“ „Hast wohl gerade zu viel um die Ohren, oder?“, legt sie ihre Hände auf meinen Oberschenkel.

„Du hast ja keine Ahnung. Ich …“, „Bitte, du musst mir gar nichts erklären. Lass mich dir einfach deine Gedanken wegmassieren, Schätzchen.“ „Ich weiß nicht, ob das helfen wird. – – Oh, okay. Du fängst ja schon an. Wow. Das fühlt sich wirklich gut an. Ja, mach da mal ein bisschen härter.“ „So gut?“ „Ja, genau so. Oh, dass tut gut. Du weißt gar nicht, wie sehr ich das gebraucht habe.“

Kurzgeschichte

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