Buchrezension #3

Weil es immer einfacher ist etwas zu kritisieren, als es selber zu machen, gibt es jetzt mal wieder eine Buchkritik von mir; oder nennt es Buchrezension, wenn es euch weniger Bauchschmerzen bereitet.

Auf das erste Buch bin ich durch ein Insta-Post von Emma Roberts und Belletrist aufmerksam geworden, The Dreamer von Karen Thompson Walker und das andere Buch, was ich heute mit euch besprechen will, ist Serotonin von Houellebecq. Serotonin, da bin ich durch die lustige Spaßmann drauf aufmerksam geworden, was eigentlich auch schon wieder eine ganz eigene Geschichte wäre, aber da wir heute hier zusammen gekommen sind, um diese zwei Bücher zu besprechen, werde ich diese Geschichte auf ein andernmal verschieben.

Zu Serotonin hatte ich im Vorfeld eine kurze Kritik gelesen, dass es nur wieder ein Buch über die alternde, männliche Sexualität ist oder sowas in der Art; ihr verfolgt ja bestimmt meinen Twitter-Account – und eigentlich sollte man doch froh sein, dass es Bücher gibt, durch die man in andere Welten blicken kann. The Dreamer zum Beispiel gab mir zum Beispiel die Möglichkeit die Welt aus der Sicht eines heranwachsendes Mädchen zu sehen und … ach, was weiß ich. Es war auf jeden Fall erfrischend mal wieder so ein Buch in der Hand zu halten.

Vielleicht roste ich auch einfach ein und verliere dieses gewisse Etwas, vielleicht hatte ich nie dieses gewisse Etwas und hatte nur oft genug Glück, wer weiß, ich wusste jedenfalls nicht, wie das Buch ausgehen wird und habe es deshalb sprichwörtlich verschlungen, was mal wieder eine erfrischende Sache war – vielleicht liegt es auch ein bisschen an dem leichten Stil, der mich jede Seite wie im Flug umblättern ließ. – – Dieses Buch kann ich wirklich jedem empfehlen, der einen angenehmen Abend mit einem schön konstruierten Buch verbringen will.

Ich bewerte Bücher generell nur noch nach zwei Kriterien, ist mir aufgefallen. Erstens, welchen Weg sie gehen und zweitens, wie sie ihn gehen, also dem Stil. Meistens ist es so, dass ich weiß, wohin sie mit der Geschichte gehen wollen oder aussagen wollen und dann gucke ich mir nur noch an, wie sie diesen Weg gehen und muss oft genug erschrocken feststellen, dass sie dies ziemlich schlampig tun; was dann einfach schade ist für die erzählte Geschichte – zum Teil war es die deutsche Fassung von Houellebecqs Roman Serotonin.

Aber Serotonin nur aufgrund der manchmal etwas ausschweifenden Sexszenen und Beschreibungen zu verurteilen und nicht zu lesen, wäre genauso, wie wenn man die Bibel nicht lesen würde, weil darin Menschen sterben. Dieses Buch hat zu Recht – oder sollte ich sagen dieser Schriftsteller hat zu Recht einen so guten Ruf.

Das war’s auch schon von mir, bis zum nächsten Mal zu einer weiteren Folge © Stefans bescheuerter Buchklub.

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