Jetzt mal Butter bei die Fische

Ich möchte gar nicht überheblich klingen oder anmaßend erscheinen, aber ich glaube, ich weiß jetzt ungefähr, wie sich Alleinerziehende fühlen, wenn sie für ihre Kinder wichtige Entscheidungen treffen sollen, diese Schule oder diese Schule, lieber im Morgen zum Arzt mit ihnen fahren oder doch noch in der Nacht in die Notaufnahme des Krankenhauses, bei angestelltem Blödsinn Hausarrest oder nur einen sinnbildlichen Klaps auf den Po, wie mit ihrem Liebeskummer umgehen oder wenn sie nicht mehr mit dir reden.

Der Punkt ist: Man muss alles alleine entscheiden und hat niemanden zum Reden, um auch mal seine eigenen Sorgen und Zukunftsängste loszuwerden, niemanden der auch mal da ist, um sich mit dir zu freuen etc pp

Ich muss wirklich jede Entscheidung, die ich treffe alleine abwägen – habe da auch schon das eine oder andere Mal ins Klo gegriffen, um ehrlich zu sein – muss Dinge von verschiedenen Blickpunkten betrachten und naja, ihr habt natürlich Recht, wenn ihr meint, dass ich die Entscheidung am Ende so oder so alleine treffen muss, dass mir das sowieso niemand abnehmen kann; es geht mir um die Beratung vorher.

Ich will hier auch nicht das bisherige Engagement meines Umfeldes klein reden oder die Situation wie sie jetzt ist schwarz malen, ich möchte einfach sagen wie es ist und wie es dazu gekommen ist, dass ich meine Patreon-Seite ins Leben gerufen habe – ich weiß, ich weiß. Ihr könnt es mit Sicherheit so langsam nicht mehr hören und macht euch hinter meinem Rücken darüber mittlerweile schon lustig, aber bitte bleibt noch ein Stück bei mir; schließlich habe ich bis jetzt ja noch nicht offen darüber geredet, es immer nur in irgendwelchen literarischen Texten verarbeitet.

Der Auslöser zu diesem Text lag in einer Kolumne von einer wirklich begabten Person, die ich hier erst mal nicht mit Namen benennen will, bis ich Sie mal bei einem Käffchen um Erlaubnis gefragt habe. Sie hat in der Kolumne nicht über mich geschrieben, mich aber zum Nachdenken gebracht.

Ich habe, bevor ich meine Patreon-Seite ins Leben gerufen habe, bei vielen Gesprächen die Rückmeldung bekommen, warum ich das umsonst mache? Das wäre doch ziemlich blöd. Ich sollte doch Geld dafür nehmen, das beruflich machen. Und weil ich bis dahin immer damit gehadert habe, ob ich das wirklich beruflich machen kann, waren diese Rückmeldungen eine Bestätigung darin diesen Weg einzuschlagen.

Doch irgendwie kam meine Intention falsch rüber, irgendwie habt ihr es falsch verstanden. Es geht mir nicht darum, dass ich derzeit zu wenig Geld zum Leben hätte, damit reich werden will oder so’n Mist, sondern dass Kunst einen Wert haben sollte. So einfach ist das; auch meine Kunst. Auch im Zeitalter des Internets; vor allem im Zeitalter des Internets.

Ich weiß auch, dass diese Umstellung nicht von heute auf morgen geschehen kann, aber wenn ich in ein paar Monaten meine Ausgaben, die ich mit diesem Blog habe, decken kann, wäre ich schon ziemlich zufrieden.

Und wenn ihr jetzt das Gefühl habt, dieser Text endet ja abrupt – dann habt ihr Recht. Mir ist die Inspiration ausgegangen.

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