Wort zum Sonntag

Ich habe nie verstanden, warum man zu Kindern, speziell zu Jungs, sowas sagen sollte wie: „Toughen up, Boy! – Die Welt ist grausam und du musst darauf vorbereitet sein Schläge wegzustecken, aufzustehen und weiterzumachen.“ – sollten wir nicht lieber anfangen die Welt besser zu machen, statt unsere Kinder abzuhärten, die Welt weicher machen?

Was wir den Kindern vorleben, werden sie nachmachen, deshalb lasse ich mich ab heute nur noch anhand meiner Arbeit, meiner Texte kritisieren; alles andere lasse ich gar nicht mehr an mich heran – glaubt mir, das ist auch besser so für mein persönliches Seelenheil; nachdem ich fast eine Woche lang darüber nachgedacht habe, was ich diesen Möchtegern-Bullies entgegen soll, habe ich mich dazu entschlossen sie einfach zu ignorieren.

Auf das Niveau lasse ich mich nicht ein, ich durchbreche jetzt lieber den Zyklus und konzentriere mich nun wieder darauf gute Texte zu schreiben und an meinem Buch weiter zu arbeiten, damit ich es irgendwann der Öffentlichkeit präsentieren kann; irgendwo war dieser Blog ja auch mal als Werbung gedacht, um auf mich aufmerksam zu machen und etwas in der Hand zu haben, wenn ich mit Verlagen in Verhandlungen trete, nur jetzt stehe ich da mit meiner Vision und finde keine Worte, um dieses übliche Verlagsanschreibegedöns hinter mich zu bringen – es wird schon so schlimm, dass ich davon träume, dass Verlage auf mich zukommen, also literally, wie übergroße Bücher vor mir stehen und dann sowas sagen wie: „Wir haben gehört, du hast da eine Geschichte in deiner Schublade liegen, die würden wir gerne zwischen unsere Buchdeckel drucken.“, aber wahrscheinlich ist das nur Zukunftsmusik – wäre auch zu schön, so meine Probleme lösen zu können.

Der Vergleich mit zwei Verliebten, die zu doof sind, endlich Zeit miteinander zu verbringen, weil sie nicht wissen, wie sie die Unterhaltung beginnen sollen und nur darauf warten, dass der Andere jetzt endlich den ersten Schritt macht, ist wahrscheinlich zu weit hergeholt, aber beschreibt es ganz gut; wobei ich dann der Verliebte wäre, der endlich aktiv werden sollte.

Naja, ich bin eigentlich nur froh, nochmal mit all meinen Nerven intakt aus diesem Gedankenkarussell rausgekommen zu sein – man wird richtig gefühlskalt und verdrängt alles andere, wenn man sich einem Problem voll und ganz annimmt und dafür sollte ich mich wahrscheinlich bei meinen Mitmenschen entschuldigen – und freue mich darauf, bald wieder gute Texte zu schreiben, die nichts mit bloßer Provokation von dummen Menschen zu tun haben.

Vielleicht finde ich ja neben den Verpflichtungen meines Broterwerbjobs auch noch Zeit für andere Dinge, wie zum Beispiel endlich mal Verlage anzuschreiben und ihnen mein Buch anzubieten oder mir mal wieder Late Night Shows anzugucken … nur schade, dass das Neo Magazin Royale die einzige Late Night Show Deutschlands ist. Mit so einem innovativen Team hinter den Kulissen und einem charmanten Moderator, der nicht nur, wenn der Teleprompter läuft, klug wirkt, schafft es das Neo Magazin Royale immer wieder, mich zu unterhalten – und das ist jetzt mal keine Ironie, sondern mein voller Ernst.

So, ich wünsche all meinen Lesern und Leserinnen einen schönen Start in die neue Woche und bis die Tage, man liest sich!

Tagebuch

Stefan Schürrer View All →

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